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 Veste Coburg

Sehr geehrte Gäste und Besucher!

Am 26.12. 2008 14.00 Uhr schließt der Gasthof zum Löwen unter unserer Führung. Sie finden uns ab dem 15.01.2009 unter neuer Adresse im Gasthof Goldene Sonne in Coburg-Creidlitz, Creidlitzer Strasse 93, Tel. 09561 29097

Vielen Dank für die Treue, die sie uns über die Jahre gehalten haben, und vielleicht können wir sie ja bald im Gasthof Goldene Sonne begrüßen.

Ihre ehemaligen Löwenwirte Norbert und Uli

Die Angaben auf unserer Webseite sind also nicht mehr aktuell!

   

Die Veste Coburg wird auch die Fränkische Krone genannt. Diesen Spitznamen bekam sie, weil sie in 167 m Höhe auf einem Berg über die Stadt Coburg in Franken ragt. Sie liegt an der Grenze zwischen Thüringen und Bayern. Mit einer Fläche von ca. 35100 m² ist sie eine der größten Burganlagen hierzulande. Sie zählt sogar zu den besterhaltensten Burgen in Deutschland. Schon von Weitem ist der dazugehörige stattliche Riesenmammutbaum von Südwesten her zu erkennen.

Die Veste Coburg
  Archäologen vermuten, dass die Ursprünge der Burg aus dem 10. Jahrhundert stammen. Schriftliche Beweise existieren leider nicht. Erstmals erwähnt wird die Burg im Jahre 1225.

Die ältesten erhaltenen Bauwerke der Burg stammen noch aus dieser Zeit. Das Zeughaus wurde 1489 erneuert. Die Steinerne Kemenate wurde nach einem Brand im Jahre 1500 in den Folgejahren wieder aufgebaut.

Ein Steinrelief, auf dem der Kopf von Martin Luther zu sehen ist, bezeugt seinen Aufenthalt im Jahre 1530 in der Veste Coburg. Die Schmalkaldischen Kriege gaben Grund für die Verstärkung der Befestigungsanlagen. Die Basteien "Rautenkranz" und "Bunter Löwe" wurden 1614 neben dem südlichen Zugang errichtet. 1857 wurde der Bulgarenturm und 1859 die steinerne Brücke zum Haupttor errichtet.


Im Dreißigjährigen Krieg 1634 wurde sie zwar durch Betrug, nämlich durch einen gefälschten Übernahmebefehl, eingenommen. Auch belagert wurde die Burg, aber erobert wurde die Veste Coburg nie. Zahlreiche Verteidigungswaffen wie Fallgatter, Eisentore, Laufgänge, Pechgruben, Gräben und Wälle haben dies erfolgreich verhindert.

Veste Coburg - Ansicht aus der Stadt Coburg
  Nachdem über Jahrhunderte diverse Monarchen von der Veste aus herrschten, ging die Burg letztendlich im Jahre 1919 in den Besitz der Coburger Landesstiftung über.

Von 1908 bis 1924 restaurierte Herzog Carl Eduard die Veste Coburg. Seit 1941 wird sie durch die Bayerische Schlösser- und Seenverwaltung betreut.

Die Veste Coburg wurde im 18. Jahrhundert sogar als Zuchthaus, Kranken- und Irrenanstalt genutzt. Heute sind diverse Kunstsammlungen dort untergebracht. Im Zeughaus wurden die Direktion, die Verwaltung, eine Bibliothek und die Museumswerkstätten eingerichtet. Die Kunstschätze der Coburger Herzöge werden im Burgmuseum ausgestellt. Die Gemäldesammlung enthält u. a. Werke von Lukas Cranach und Tilman Riemenschneider. Das Kupferstichkabinett enthält eine Sammlung von ca. 330.000 Blättern mit Druckgraphiken, Handzeichnungen und Aquarellen aus dem 15. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Die Glassammlung enthält etwa 2.700 kostbare Gläser. Das Münzkabinett enthält ungefähr 20.000 Exemplare. Eine äußerst umfangreiche Waffensammlung ist ebenfalls ausgestellt. Sogar Prunkwagen, Tunierschlitten und Hochzeitskutschen sind dort zu sehen.
 


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