|
Die
Veste Coburg wird auch die
Fränkische Krone genannt. Diesen Spitznamen
bekam sie, weil sie in 167 m Höhe auf einem
Berg über die Stadt Coburg in
Franken ragt. Sie liegt
an der Grenze zwischen Thüringen und Bayern.
Mit einer Fläche von ca. 35100 m² ist sie
eine der größten Burganlagen hierzulande.
Sie zählt sogar zu den besterhaltensten
Burgen in Deutschland. Schon von Weitem ist
der dazugehörige stattliche Riesenmammutbaum
von Südwesten her zu erkennen.
|
|
|
Archäologen
vermuten, dass die Ursprünge der Burg aus
dem 10. Jahrhundert stammen.
Schriftliche Beweise existieren leider
nicht. Erstmals erwähnt wird die Burg im
Jahre 1225.
Die ältesten erhaltenen Bauwerke der
Burg stammen noch aus dieser Zeit. Das
Zeughaus wurde 1489 erneuert. Die
Steinerne Kemenate wurde nach einem
Brand im Jahre 1500 in den Folgejahren
wieder aufgebaut. |
Ein Steinrelief, auf dem der Kopf von Martin
Luther zu sehen ist, bezeugt seinen
Aufenthalt im Jahre 1530 in der Veste
Coburg. Die Schmalkaldischen Kriege gaben
Grund für die Verstärkung der
Befestigungsanlagen. Die Basteien
"Rautenkranz" und "Bunter Löwe" wurden 1614
neben dem südlichen Zugang errichtet. 1857
wurde der Bulgarenturm und 1859 die
steinerne Brücke zum Haupttor errichtet.
Im Dreißigjährigen Krieg 1634 wurde sie zwar
durch Betrug, nämlich durch einen
gefälschten Übernahmebefehl, eingenommen.
Auch belagert wurde die Burg, aber erobert
wurde die Veste Coburg nie. Zahlreiche
Verteidigungswaffen wie Fallgatter,
Eisentore, Laufgänge, Pechgruben, Gräben und
Wälle haben dies erfolgreich verhindert.
|
|
|
Nachdem
über Jahrhunderte diverse Monarchen von der
Veste aus herrschten, ging die Burg
letztendlich im Jahre 1919 in den Besitz der
Coburger Landesstiftung über.
Von 1908 bis
1924 restaurierte Herzog Carl Eduard die Veste Coburg. Seit 1941 wird sie durch die
Bayerische Schlösser- und Seenverwaltung
betreut. |
Die Veste Coburg wurde im 18. Jahrhundert
sogar als Zuchthaus, Kranken- und
Irrenanstalt genutzt. Heute sind diverse
Kunstsammlungen dort untergebracht. Im
Zeughaus wurden die Direktion, die
Verwaltung, eine Bibliothek und die
Museumswerkstätten eingerichtet. Die
Kunstschätze der Coburger Herzöge werden im
Burgmuseum ausgestellt. Die Gemäldesammlung
enthält u. a. Werke von Lukas Cranach und
Tilman Riemenschneider. Das
Kupferstichkabinett enthält eine Sammlung
von ca. 330.000 Blättern mit Druckgraphiken,
Handzeichnungen und Aquarellen aus dem 15.
Jahrhundert bis zur Gegenwart. Die
Glassammlung enthält etwa 2.700 kostbare
Gläser. Das Münzkabinett enthält ungefähr
20.000 Exemplare. Eine äußerst umfangreiche
Waffensammlung ist ebenfalls ausgestellt.
Sogar Prunkwagen, Tunierschlitten und
Hochzeitskutschen sind dort zu sehen.
|
|
|